Januar 2021

Viren schreiben Geschichte

Seit fast einem Jahr leben wir nun schon mit einer Pandemie. In fast allen Ländern unserer Erde beherrscht ein unsichtbares Virus unser Leben.

Vergleiche, die im Zusammenhang mit COVID-19 oft gestellt werden, sind zum einen die Pest, an der im 14. Jahrhundert 25 Millionen und im 19. Jahrhundert über 10 Millionen Menschen verstarben. Zum anderen wird die Spanische Grippe genannt, die vor erst 100 Jahren nach dem Ersten Weltkrieg weltweit zwischen 27 und 50 Millionen Tote forderte. Etwa 500 Millionen Menschen sollen infiziert gewesen sein.

Weniger bekannte Pandemien sind die Asiatische Grippe im Jahr 1957, an der ca. 1 Million Menschen verstarben und die Hongkong-Grippe, zu deren Opfern im Jahr 1968 700.000 Menschen zählten. Dass diese Krankheitswellen nicht im kollektiven Gedächtnis verankert sind, mag an den vergleichsweisen geringen Fallzahlen liegen. Zudem war auch die Medienberichterstattung weniger schlagzeilengetrieben als unserer Tage.

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Geschichte einer Familie – Geschichte eines Landes

Mit Francesca Melandris „Sangue giusto“ nach Italien

Francesca Melandri gelingt mit ihrem Roman „Sangue giusto“, erschienen 2017 bei Rizzoli Libri, weit mehr als ein Familienporträt. Sie zeichnet ein Bild Italiens des 20. Jahrhunderts, vor dessen Hintergrund die heutigen politischen Entwicklungen bitterer scheinen denn je. Wer sich die italienische Lektüre noch nicht zutraut: Die deutsche Übersetzung erschien 2018 unter dem Titel „Alle, außer mir“ im Wagenbach Verlag.

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